Autofahren im Alter – das müssen Senioren in der Schweiz wissen
veröffentlicht am 1. September 2025 in der Kategorie Ratgeber (Bildquelle: Envato/renatahamuda)
Für viele Menschen bleibt das Autofahren bis ins hohe Alter ein wichtiges Stück Freiheit und Selbstbestimmung. Mit einem eigenen Senioren Auto können Best Agers ihren Alltag flexibel gestalten und weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Gleichzeitig spielen Themen wie Sicherheit, Verantwortung und die Fahrtauglichkeit von Senioren in der Schweiz eine immer grössere Rolle.
Der folgende Leitfaden zeigt, welche gesetzlichen Regelungen gelten, wann der Fahrtest für Senioren zum Thema wird und wie ältere Fahrerinnen und Fahrer im Alltag sicher unterwegs bleiben.
Gesetzliche Regelungen: Wann wird der Fahrtest für Senioren in der Schweiz fällig?
In der Schweiz gilt ab dem 75. Lebensjahr die Pflicht zu einer regelmässigen medizinischen Überprüfung der Fahrtauglichkeit. Diese Untersuchung wird von einer Ärztin oder einem Arzt durchgeführt, der die körperliche und geistige Fitness beurteilt.
Damit wird sichergestellt, dass ältere Verkehrsteilnehmer ihr Auto weiterhin verantwortungsvoll führen können. Der obligatorische Fahrtest für Senioren umfasst unter anderem:
Überprüfung der Sehfähigkeit
Gehör- und Beweglichkeitstests
Beurteilung der Reaktionsfähigkeit
Klärung medizinischer Risiken
Bestehen Zweifel, kann die Ärztin oder der Arzt zusätzliche Abklärungen, Einschränkungen oder eine Kontrollfahrt empfehlen.
Statt den Führerschein also komplett zu verlieren, können Seniorinnen und Senioren teilweise mit Beschränkungen weiterhin fahren. So kann der Ausweis beispielsweise nur noch für bestimmte Regionen oder Strecken gültig sein.
Auch Beschränkungen in Bezug auf Strassen und Höchstgeschwindigkeit können ausgesprochen werden – beispielsweise dürfen keine Autobahnen mehr gefahren werden.
Die psychologische und die verkehrsmedizinische Fahreignungsabklärung dürfen nur Psychologen und Ärzte durchführen, die eine entsprechende Ausbildung haben und sich in regelmässigen Abständen weiterbilden.
Tipps für sicheres Autofahren im Seniorenalter
Auch ohne gesetzliche Vorgaben lohnt es sich, die eigene Fahrtauglichkeit regelmässig zu überprüfen. Folgende Hinweise können helfen, möglichst lange sicher mobil zu bleiben:
1. Regelmässige Sehtests
Sehschwächen entwickeln sich oft schleichend. Wer frühzeitig reagiert, fährt entspannter und sicherer.
2. Fahrstunden oder Kontrollfahrten für Senioren
Viele Fahrschulen bieten sogenannte Seniorenfahrstunden oder freiwillige Kontrollfahrten an. Diese unterstützen Sie dabei, Unsicherheiten abzubauen und neue Verkehrsregeln kennenzulernen.
3. Passendes Auto wählen
Ein modernes Senioren Auto bietet Vorteile wie Assistenzsysteme, gute Sicht und einfache Bedienung. Auch kleinere Änderungen – etwa ein zusätzlicher Spiegel oder eine höhere Sitzposition – können Sicherheit und Komfort deutlich verbessern.
4. Selbstreflexion und Verantwortung
Wer merkt, dass Dunkelheit, hohes Tempo oder komplexe Verkehrssituationen belastend sind, kann sein Fahrverhalten entsprechend anpassen – zum Beispiel indem man kürzere Strecken fährt oder stark befahrene Zeiten meidet.
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