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Seniorenkompass

Zukunftssicher wohnen: Das altersgerechte Badezimmer

veröffentlicht am 5. Januar 2026 in der Kategorie Wohnen  (Bildquelle: Envato/Edovideo)

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Mit zunehmendem Alter verändern sich Anforderungen an das tägliche Leben – und dazu gehört auch das Badezimmer. Ein altersgerechtes Bad kann Ihnen helfen, das Risiko von Stürzen oder Unfällen im Alltag zu senken und selbstbestimmtes Wohnen bis ins hohe Alter zu ermöglichen. Insbesondere wenn Sie in Mobilität oder Beweglichkeit eingeschränkt sind, kann ein Umbau des Badezimmers entscheidend zur Lebensqualität beitragen.

Ein "normales" Badezimmer mit hoher Badewanne, schmalen Türen, glatten Böden und unhandlichen Sanitäranlagen entspricht oft nicht mehr den Bedürfnissen im Alter. Ein seniorengerechtes Bad hingegen bietet Sicherheit, Komfort und Barrierefreiheit und kann damit entscheidend zur Eigenständigkeit beitragen.

Möglichkeiten der Gestaltung eines altersgerechten Badezimmers 

Je nach Wohnsituation, Platz und Bedürfnissen gibt es viele Wege, ein Badezimmer altersgerecht zu gestalten. Einige bewährte Optionen sind:

  • Bodengleiche Dusche statt Badewanne
    Der Umstieg auf eine ebenerdige Dusche mit rutschfestem Boden erspart das Übersteigen eines Wannenrands – das senkt das Sturzrisiko erheblich. Eine bodenebene Duschkabine erleichtert Ihnen den Ein- und Ausstieg, auch wenn Sie auf einen Rollator oder eine Gehhilfe angewiesen sind.

  • Rutschfester Boden und gute Beleuchtung
    Matte, strukturierte Fliesen oder spezielle Anti-Rutsch-Beläge sowie eine helle, gut verteilte Beleuchtung helfen, die Stolper- und Ausrutschgefahren zu minimieren.

  • Haltegriffe und Haltestützen
    Griffe neben Dusche, Badewanne oder Toilette geben Ihnen Halt und Sicherheit. Das ist besonders hilfreich bei eingeschränkter Mobilität.

  • Höhenangepasste Sanitärobjekte
    WC und Waschbecken in ergonomischer Höhe erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen. Unterfahrbare Waschbecken ermöglichen Ihnen bequemes Sitzen oder den Einsatz eines Rollstuhls.

  • Barrierearme Zugänge und Türbreiten
    Breitere Türen, keine Schwellen und ausreichend Bewegungsfreiheit erleichtern die Nutzung, insbesondere bei Rollator oder Rollstuhl.

  • Optional: Komfort-Extras
    Es gibt zahlreiche Extras wie Duschsitze, Sitz- oder Wannenliften, Anti-Rutsch-Matten, Haltesysteme und gute Belüftung. Diese können je nach Bedürfnis und Budget ebenfalls sinnvoll sein.

Kosten eines altersgerechten Badumbaus in der Schweiz

Die Kosten variieren je nach Grösse des Badezimmers, Umfang der Arbeiten, Materialwahl und ob nur Einzelmassnahmen oder eine komplette Umgestaltung erfolgen stark. Hier einige grobe Richtwerte:

Umfang / Ziel

Typische Kosten / Preisspanne*

Einfache Anpassungen (z. B. Haltegriffe, rutschfester Boden, Beleuchtung)

relativ gering, je nach Aufwand ein paar hundert bis wenige tausend Franken

Umbau auf bodengleiche Dusche, rutschfester Boden, WC/Höhenanpassung etc. (Moderate Umgestaltung)

Meist Zusatzkosten von ca. 5’000 – 20’000 Franken gegenüber einem Standardbad.

Komplette Bad-Sanierung mit allem Drum und Dran (z. B. neue Dusche, veränderte Raumaufteilung, neue Sanitäranlagen, evtl. Elektro/Leitungen)

Übliche Bandbreite in der Schweiz: ca. 15’000 – 30’000 Franken je nach Ausführung. 

* Die Angaben sind als Richtwerte zu verstehen. Der tatsächliche Preis hängt stark von Ihrem konkreten Badezimmer, dem Zustand, den gewünschten Änderungen und den gewählten Materialien ab.

Wichtig: Es lohnt sich, mindestens zwei bis drei Offerten einzuholen – insbesondere, wenn Leitungen, Fliesen oder räumliche Veränderungen nötig sind. Denn solche Arbeiten können die Kosten deutlich erhöhen.

Finanzielle Unterstützung & Fördermöglichkeiten in der Schweiz

Ein altersgerechter Umbau muss nicht immer vollständig aus der eigenen Tasche finanziert werden. Es gibt verschiedene Wege für Unterstützung:

Krankenkasse / Zusatzversicherung / Invalidenversicherung

Wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht (z. B. Hilfsbedarf, Pflegegrad, Behinderung), kann ein Teil der Kosten übernommen werden. Manche Hilfsmittel wie Haltegriffe, Wannenlifte oder barrierefreie Sanitäreinrichtungen werden mit ärztlicher Verordnung übernommen. 

Kantonale oder regionale Unterstützungsprogramme

In vielen Kantonen gibt es Zuschüsse oder Förderprogramme für barrierereduziertes Wohnen oder Umbaumassnahmen, insbesondere wenn älteren Personen dadurch ein selbstständiges Wohnen ermöglicht wird. Es lohnt sich also, bei Ihrem Wohnkanton und Gemeinde nachzufragen. 

Tipp: Klären Sie frühzeitig, ob eine Förderung möglich ist. Manche Zuschüsse müssen vor dem Umbau beantragt werden.

Worauf Sie bei Planung & Umsetzung achten sollten

  • Bedürfnisse klären: Je nach Mobilität, Pflegebedarf und Zukunftsplanung: Brauchen Sie eine bodengleiche Dusche? Haltegriffe? Unterfahrbares Waschbecken? Ein Lift? Planen Sie vorausschauend.

  • Fachleute beiziehen: Für Sanitärinstallationen, Fliesen, Elektrik und barrierefreie Lösungen sollten Sie Fachbetriebe engagiere. Das stellt sicher, dass Sicherheits- und Normanforderungen erfüllt sind.

  • Vielseitige Lösung wählen: Ein altersgerechtes Bad sollte sowohl heute als auch in Zukunft praktikabel sein – auch wenn sich Ihre Bedürfnisse ändern.

  • Kosten realistisch kalkulieren & Puffer einplanen: Unerwartete Kosten (z.B. Leitungen, Abbau alter Materialien, Entsorgung) sind häufig – ein finanzieller Puffer hilft.

  • Förderung vor Umbau abklären: Zuschüsse oder Unterstützungen vor Beginn beantragen.

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