Stimmungsaufheller im Winter: So bleiben Sie positiv und aktiv
veröffentlicht am 27. November 2025 in der Kategorie Ratgeber (Bildquelle: Envato/MaplesImages)
Wenn die Tage kürzer werden, die Sonne seltener scheint und wir uns häufiger drinnen aufhalten, verändert sich oft unsere Stimmung. Viele Menschen kennen dieses Gefühl: weniger Energie, ein verstärkter Wunsch nach Ruhe, manchmal auch Antriebslosigkeit oder eine gewisse Traurigkeit. Dieses Phänomen wird häufig als Winter-Blues bezeichnet und betrifft in der Schweiz jedes Jahr auch zahlreiche Best Agers.
Warum kann der Winter auf die Stimmung schlagen?
Der menschliche Körper reagiert sensibel auf Licht und Aktivität. Im Winter produziert unser Körper durch das fehlende Sonnenlicht weniger Vitamin D, das unter anderem an der Regulierung unserer Stimmung beteiligt ist. Gleichzeitig sinkt häufig der Serotoninspiegel (das sogenannte "Glückshormon"), während der Körper mehr Melatonin bildet – ein Hormon, das uns müder macht. Hinzu kommt, dass man bei Kälte und Dunkelheit schneller geneigt ist, zu Hause zu bleiben, weniger soziale Kontakte zu pflegen und sich weniger zu bewegen – Faktoren, die sich zusätzlich auf die Psyche auswirken können.
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Doch der Winter hat auch seine schönen Seiten: verschneite Berge, gemütliche Teestunden, Kerzenschein und die Möglichkeit, es sich zu Hause richtig behaglich zu machen. Und mit ein paar gezielten Massnahmen können Seniorinnen und Senioren in der Schweiz die dunkle Jahreszeit nicht nur gut überstehen, sondern bewusst geniessen.
8 Tipps gegen den Winter-Blues
Tageslicht nutzen und täglich an die frische Luft
Auch wenn die Sonne sich nur kurz zeigt: Gehen Sie täglich hinaus, am besten vormittags. Schon 30 Minuten Tageslicht können die Stimmung deutlich verbessern und den Schlafrhythmus stabilisieren. Ein Spaziergang um den Block, ein Besuch beim Bäcker oder ein kurzer Gang in den Garten genügt oft schon.
Tipp: Setzen Sie sich zwischendurch auch mal ans Fenster tanken Sie zusätzlich etwas Licht.
Vitamin-D-Spiegel prüfen lassen
Viele Menschen in der Schweiz haben im Winter einen Vitamin-D-Mangel. Lassen Sie den Wert bei Ihrem Arzt kontrollieren. Falls nötig, kann ein Vitamin-D-Präparat helfen – am besten nach medizinischer Empfehlung.
Sanfte und regelmässige Bewegung
Bewegung ist ein natürliches Antidepressivum. Sie erhöht die Durchblutung, aktiviert den Stoffwechsel und hebt die Stimmung. Ideal sind:
gemütliche Spaziergänge
Moderater Kraftsport
Gymnastik
Schwimmen oder Wassergymnastik
einfache Übungen zu Hause
Schon 10–20 Minuten täglich bewirken viel – und mit guter Winterkleidung bleibt es angenehm, falls Sie die Bewegung im Freien ausüben wollen.
Kontakt und Gemeinschaft pflegen
Soziale Wärme ist ein entscheidender Faktor für seelische Gesundheit. Vereinbaren Sie also regelmässige Telefonate oder Treffen mit Freunden, Nachbarn oder Familie.
Zuhause gemütlich gestalten
Wenn draussen Kälte und Dunkelheit herrschen, darf es drinnen umso wohliger sein. Richten Sie sich also richtig schön und gemütlich ein: Kerzen (oder sichere LED-Kerzen), warme Decken, Pflanzen und beruhigende Musik schaffen Geborgenheit. Düfte wie Lavendel, Orange oder Vanille wirken zusätzlich stimmungsaufhellend.
Winterliche Wohlfühl-Ernährung
Eine gesunde Ernährung nährt Körper und Seele. Setzen Sie auf wärmende und wohltuende Gerichte wie Suppen, Eintöpfe und Haferbrei, die Kraft geben. Besonders wertvoll sind Wintergemüse wie:
Kürbis
Karotten
Randen
Kohl und Brokkoli
Fügen Sie zu Ihren Gerichten gesunde Fette hinzu – etwa aus Nüssen, Olivenöl oder Omega-3-Quellen wie Fisch oder Algenöl.
Rituale und Hobbys pflegen
Regelmässige Aktivitäten geben Struktur und Freude. Ob Lesen, Handarbeiten, Kochen, Musik hören oder Rätseln – bleiben Sie neugierig und aktiv. Vielleicht möchten Sie auch etwas Neues ausprobieren, wie Malen, Sprachen lernen oder Online-Kurse für Senioren. Es ist nie zu spät!
Achtsamkeit & Entspannung
Sanfte Entspannungsmethoden wie Atemübungen, Meditation, Dankbarkeitstagebuch oder ruhige Bewegungsformen wie Qi-Gong können helfen, Stress abzubauen und die innere Balance zu stärken. Kleine tägliche Pausen haben oft grosse Wirkung.
Wann Sie medizinische Unterstützung holen sollten
Ein leichter Winter-Blues ist normal und gut behandelbar. Halten jedoch Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Müdigkeit oder Interessenverlust länger als zwei Wochen an oder verstärken sie sich, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt oder einer Therapeutin. Es könnte sich um eine Winterdepression handeln, die professionelle Hilfe benötigt.
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